Warum es keine Zukunft hat SEO-Texte zu formulieren – Teil III

Doch es gab noch einen dritten Bereich – dem (bislang) vielfach 80% und mehr Gewichtung für ein erfolgreiches Ranking zugestanden wird: externe Links

Stimmen zu guter Onpage-Optimierung (gute Texte, semantischer Quellcode) noch die äußeren Signale: Links von Seiten mit ähnlichen Thematiken (oder zumindest aus passender Thematik des einzelnen Satzes), passende Linktexte, geringe Bouncerate bei Besuchern über passende Keywords/Phrasen, hat diese Seite eine gute Chance dauerhaft für die von der Suchmaschine erkannte Thematik und bestimmte Phrasen zu ranken.

Das genügt heute noch vielfach. Doch in Zukunft bracht es mehr um dauerhaft gute Rankings bei Google zu erreichen!

Ranking-Kriterien zu kennen und sich zu bemühen für den echten User sinnvolle Texte zu formulieren ist auf jeden Fall der richtige erste Schritt wenn es darum geht zukunftssichere Inhalte für das WWW zu formulieren.
Und tatsächlich heißt das nicht, dass jeder Webseitenbetreiber nun wie wild möglichst hochwertige „wissenschaftliche“ oder möglichst „anspruchsvolle“ Texte formulieren sollte. Denn dies führt nicht zwangsläufig zum Erfolg! Der Text und die Textqualität muss dem Zielpublikum angemessen sein! Denn auch Suchanfragen, die bei Google eingetippt werden haben nicht alle dieselbe Qualität und bekommen nicht immer die hochwertigsten Ergebnisse – sondern die passendsten Ergebnisse präsentiert (so zumindest der Anspruch von Google).

Holen Sie vielmehr Ihr Publikum ab und gefallen Sie Ihrem Publikum! Ein Online-Jugendmagazin wird seine User mit zu anspruchsvollen Texten eher vergraulen als unterhalten. Die Folge wären sinkende Userzahlen, hohe Bouncerates, geringe Aufenthaltszeiten auf der Website geringes Wachstum an natürlichen Links (oder Likes, oder Twitter-Nennungen/Links) -> viele Signale, die Google gegenüber zeigen, dass die Website (für sein Publikum) keine gute Website ist.

Nicht jede Website benötigt die hochwertigsten Texte!
Aber keine Website benötigt minderwertige Texte, die weder informieren noch unterhalten! (Stichwort Panda-Update oder Farmer-Update!)

Dies soll kein Veto gegen günstige Texter sein – es soll vielmehr

  • ein Aufruf zu mehr Qualität, zu mehr Bewußtsein für die Website und somit dem User gegenüber mehr Verantwortungsbewußtsein sein.
  • Ein Aufruf zu weniger Webspam (in Zukunft weniger Frust wegen fehlender Rankings/Besucher) und für mehr Qualität.
  • Ein Aufruf, den Google sicher in Kürze mit entsprechenden Algorithmen, die nachweislich bereits heute möglich sind (und sicher schon gebaut und getestet werden) Nachdruck verleihen wird.

Und noch einmal die Frage: Mehr kann Google nicht in die Waagschale legen?

Sehr wohl, denn einen wichtigen Faktor, der in der Vergangenheit galt und auch heute gilt und in diesem Text erst eine kurze Erwähnung fand wird auch in Zukunft gelten: Empfehlungen!

Empfehlungen – oder auf „Internet-Deutsch“: Links – sind seit jeher das „Geheimnis“ des Google-Algorithmus gewesen, um feststellen zu können, ob eine Seite hochwertig war oder nicht. Eine vielfach empfohlene Website muss einfach gut sein.

Leider wurde dieser revolutionäre Aspekt schnell von „Suchmaschinenoptimierern“ missbraucht und künstliche Links wurden aufgebaut, um Webseiten künstlich gut aussehen zu lassen.

Doch Empfehlungen werden deshalb nicht als Bewertungskriterium für Qualität an Bedeutung verlieren. Vielmehr werden weitere Bewertungskriterien entwickelt um Empfehlungen bewerten zu können.

Der Pagerank als Maßstab der Empfehlungsgüte

In der Vergangenheit sollte der „Pagerank“ ein solches Instrument sein, doch der öffentliche Umgang mit diesem Instrument führte dazu, dass dieser genauso (erfolgreich) manipuliert werden konnte, so dass er heutzutage kaum noch Bedeutung hat (abgesehen von der seltenen Aktualisierung des öffentlich zugänglichen Pagerank-Wertes).

Social Media Communities als Empfehlungs-Schleudern

Doch darf man nicht vergessen, dass gerade in letzter Zeit soziale Communities für die Internetuser an Bedeutung gewinnen.

Soziale Internetdienste wie Twitter und Facebook eignen sich dazu seinen „Freunden“ Webseiten vorzuschlagen, diese zu bewerten, „liken“ oder „unliken“. Je größer diese Dienste sind und je aufwendiger es wird „angesehene“ Mitglieder zu werden (bei Twitter bspw. Ein Account mit vielen Followern und wenig Accounts denen dieser User selbst folgt) desto wichtiger werden solche „Empfehlungen“ neben den alt hergebrachten Links.

Doch Tweets un Likes sind noch nicht alles.
Die Social Communities lassen bereits darauf blicken, was als nächstes kommt: User-Profile, virtuelle Persönlichkeiten.

Rankingkriterium Autor – “Author Authority”

Es wird nicht lange dauern und Google wird beginnen nicht mehr nur bestimmte Artikel, oder ganze Webseiten als vertrauenswürdige Quellen zu sehen, sondern auch die Autoren selbst.

Je häufiger Texte und Beiträge öffentlich bestimmten Autoren zugewiesen werden (written by, … eventuell noch mittels hcard-Microformats gekennzechnet) und je einfacher es für Google wird diese Beziehung erkennen, desto eher wird Google sagen können „Heinz Müller-Franklin schreibt in der Regel sehr hochwertige Texte, die gerne von anderen empfohlen werden“.

Der Autor von Texten wird selbst zum Qualitätskriterium.

Gewinnt ein kleiner Webseitenbetreiber mit nur wenigen Backlinks, Rankings und Besuchern einen von Google anerkannten Autor qualitativ hochwertiger Texte dazu einen Gastbeitrag zu schreiben, wird er in Zukunft fast sicher sein können mit diesem einen Beitrag Top-Rankings erzielen zu können, auch wenn die hohe Vernetzung über hochwertige (pagerank-starke) Links fehlt.

Doch wird es nicht reichen einfach einen bekannten Namen unter einen Beitrag zu schreiben – auch die Qualität des Textes selbst und der Schreibstil müssen mit dem übereinstimmen, was Google von dem Autor kennt, um ihn eindeutig identifizieren zu können!

Google wird neben dem Votum „dieser Autor ist wirklich gut“ auch jeden dieser so eingestuften virtuellen Charaktere (virtuell, weil Google nur das virtuelle Gesicht des Autors kennenlernen kann, eventuell seine verschiedenen virtuellen Profile des eigenen Blogs, bei Facebook, Twitter und Google Hotpot) so weit analysiert haben, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit bestimmt werden kann, ob der vorliegende Text wirklich aus dessen Feder stammt.

The Internet goes Quality!

Im Anschluss noch weiterführende Beiträge zu den in diesem Artikel angesprochenen Themen:
Was haltet Ihr von Pagerank Eine kleine Sammlung an Beiträgen zum Pagerank aus 2011

SEO und Twitter
Twitter Tweets für den Linkaufbau
Social SEO – Linkaufbau in den Zeiten von Facebook und Twitter
Wie Google Twitter Links bewertet
The Straight Dope on Facebook, Twitter and SEO
Retweets, Likes und Backlinks
Like Baits thee new Link Baits?

Social Rank & Author Authority
How to build Author Authority
… how to optimize Author Authority …

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